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TV-Tipps und Rezensionen: Filme, Fernsehsendungen zu den Themen Sardinien und Ferienhausurlaub.

TV-Tipps und Rezensionen

Sardinien - Barbarenland und Smaragdküste

HR, Donnerstag, 26.08., 16:00 - 16:45 Uhr
SWR, Sonntag, 29.08., Magazin/Reisen, 17:15 - 18:00 Uhr
EinsPlus, Samstag, 04.09., 16:15 - 17:00 Uhr
EinsPlus, Sonntag, 05.09., 12:15 - 13:00 Uhr

In der Barbagia, dem Barbarenland, schlägt noch das ursprüngliche Herz Sardiniens. Den meisten Besuchern, die wegen der kilometerlangen Strände auf die Mittelmeerinsel kommen, ist das Hinterland Sardiniens unbekannt. Hier zeigt sich die Insel von ihrer urwüchsigen und ungezähmten Seite. Es ist eine wildromantische Landschaft. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit bizarren Granitfelsen dann wieder weite E benen. Überall liegt der Duft von Macchia aus Immortelle, Ginster, Myrte, Thymian, Rosmarin und Wacholdersträuchern in der Luft. Bis über 1.800 Meter erheben sich die Berge. Der Gegensatz zum bekanntesten Küstenstreifen Sardiniens, der Costa Smeralda, könnte nicht größer sein, wo weiße Sandstrände, verschwiegene Buchten und immer wieder das smaragdgrüne Meer die Insel prägen.

Die Zeit ist im Hinterland Sardiniens keineswegs stehen geblieben - neue Häuser, Geschäfte und Straßen haben das Gesicht verändert - der Touristenlärm von der Küste dringt aber nur als schwaches Echo in die Bergtäler. Viele Frauen sind noch traditionell schwarz gekleidet und tragen Kopftücher. Die Menschen begegnen mit Zurückhaltung dem, was sich an den Küsten abspielt.

In Orune, einem abgelegenen Bergdorf, werden die Traditionen noch gelebt. Das Fest der Madonna della Consolata, die den Menschen Trost spenden soll, wird gefeiert. Auf der von Armut geprägten Insel gehörten Familienfehden und Blutrache viele Jahrhunderte zum Alltag. Kirchenfeste versöhnten die Menschen miteinander.

Der Film zeichnet ein Porträt von Sardiniens Hinterland und seinen Menschen. Er begibt sich aber auch an die einmaligen Küsten der zweitgrößten Insel im Mittelmeer. Er begegnet Hirten, Fischern, Korkschälern, Archäologen und einer Schneiderin, der es gelungen ist, aus Kork Stoff zu machen, um daraus extravagante Kleider zu kreieren. Im Mittelpunkt steht das Fest der Madonna della Consolata.   

Wildes Sardinien: Naturfilm

RBB, Montag, 23.08., 15:15 - 16:00 Uhr
NDR, Montag, 13.09., 11:30 - 12:15 Uhr

Die letzte Urpopulation des Mufflons in Europa lebt heute im Gennargentu. In diesem Nationalpark im zentralen Gebirgsmassiv Sardiniens werden sie von Biologen erforscht. Während im 20. Jahrhundert Mufflons aus Sardinien erfolgreich auf dem Festland angesiedelt wurden, sind diese Tiere heute auf der Mittelmeerinsel trotz eines gut überwachten Jagdverbotes akut gefährdet.

Die Urwildschafe wurden vermutlich ebenso wie Damwild als Opfertiere in den westlichen Mittelmeerraum eingeführt. Bis heute zeigen sie keine Spuren von Domestizierung, keine der bekannten Hausschafrassen sind mit ihnen verwandt.

Der Bericht entführt in eine andere Welt. Wir meinen: Sehenswert!

Erlebnisreisen-Tipp

Sardinien - Städte, Strände, Steilküsten

WDR, Samstag, 11.09., 07:20 - 07:30 Uhr

Nach wie vor ist Sardinien eine Insel der Gegensätze. Weltoffene Hafenstädte auf der einen Seite, im Gegensatz dazu verschlossen wirklende Ortschaften im Landesinneren. Dazu imposante Steilküsten, die nur per Boot erreichbar sind ...

Sardinien - Inseln der Feen und Hirten

Phoenix, Mittwoch, 04.08.,  18:00 - 18:30 Uhr,
EinsExtra, Samstag, 07.08., 19:00 - 19:30 Uhr  und
EinsExtra, Sonntag, 08.08., 12:15 - 12:45 Uhr

In den 60er Jahren entwickelte Aga Khan Sardinien zum Badeparadies für die Schönen und Reichen. Die Deutschen entdeckten ebenfalls gerade Sardinien, und so waren die exklusiven Ferienanlagen und Hotels an der Costa Smeralda bald in aller Munde.

Smaragdgrün und glasklar ist das Wasser fast um die ganze Insel herum, und Badeurlauber macher auch heute einen Großteil der Touristen aus. Aber sehen die Sonnenhungrigen das wahre Sardinien? Die Einheimischen verneinen das. Die Gallura mit ihren Korkeichenwäldern, die Karstgebirge des Supramonte oder die einsamen Dörfchen des Iglesiente - das ist echtes, unverfälschtes Sardinien. Wer die Insel wirklich kennenlernen will, muß vor allem aber die Menschen besuchen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen.

Sardafits Fotos zeigen die nackte Realität.Das Filmteam besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen. Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück. In den archäologischen Museen von Nuoro und Sassari finden wir schließlich Bronzefiguren aus nuraghischer Zeit, die Hirten und ihre Tiere darstellen. Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. Und heute? In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen 'modernen Hirten'. Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein. Einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind. Wie gesagt: Die Sarden waren immer auch Hirten.

Nach 'sardischer Identität' fragt der Film auch Musiker der populären Gruppe 'Janas' bei den Proben zu einem Konzert, den Arzt und Schriftsteller Giorgio Todde in Cagliari und den Archäologen Silvano Loris bei den Ausgrabungen eines nuraghischen Heiligtums nahe Oliena. Sardinien ist für sie alle mehr als eine autonome Region Italiens. Sardinien ist ein kleiner, vergessener Kontinent, dessen reiche Kultur und vielfältige Natur wieder entdeckt werden müssen.   

Sardinien - Insel der Hundertjährigen

VOX, Sonntag, 01.08., 09:20 - 10:10 Uhr

Giovanni Vacca ist kürzlich 100 Jahre alt geworden und hat seinen Humor nicht verloren. Mariantonia Loddo, 103 Jahre alt, ist stolz auf ihre schönen Hände und singt von der Jugend, die viel zu schnell vergeht. Rosa Frau ist sogar 108 Jahre alt. Jeden Tag montiert sie ihre Kopfhörer und hört Radio. In Sardinien gibt es überdurchschnittlich viele Hundertjährige, nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Das Phänomen der Langlebigkeit wird von einem Forscherteam untersucht. Ist es die Genetik? Die Ernährung? Inzwischen scheint das Geheimnis gelüftet zu sein.

Das Gold von Cabras - Sardiniens Bottarga

3sat, Montag, 29.03.2010, 17:00 - 17:45 Uhr

An der Küste vor Oristano, im 'Wilden Westen' der Mittelmeerinsel Sardinien, liegen die Fanggründe für Meeräschen und Thunfisch, aus denen eine seltene Spezialität hergestellt wird: Bottarga, der sardische Namen für getrockneten Fischrogen. In der Stadt Oristano gibt es kleinere Fabriken, die den Fischrogen trocknen, damit er die Konsistenz und fast die Farbe von Bündner Fleisch erhält.

Die Bottarga ist salzig, sehr würzig, mit fast rauchigem Geschmack. Sie wird zur Pastasoße, Carpaccio oder zur Antipasti verarbeitet. An vielen Orten der Küste Sardiniens wird die Bottarga hergestellt und damit gehandelt.   

Bergauf-Bergab

HR, Mittwoch, 31.03., 15:30 - 16:00 Uhr
Alpha, Donnerstag, 08.04., 23:00 - 23:30 Uhr
Bayern, Sonntag, 11.04., 13:30 - 13:55 Uhr


Sonne, Strände und das azurblaue Meer - als Tourismusdestination wird Sardinien schnell auf diese drei Attraktionen reduziert. Die grandiose und vielfältige Bergwelt der zweitgrößten Insel Italiens nehmen die meisten Besucher tatsächlich nur als malerische Urlaubskulisse wahr. Für unternehmungsfreudige Bergurlauber eröffnen die vielgestaltigen Berglandschaften großartige Tourenmöglichkeiten: Kletterer können Strand- und Gipfelerlebnis ganz unmittelbar verbinden, wenn sie etwa an der kühnen Felsnadel von Goloritze, die 90 Meter hoch über einem weißen Sandstrand in den Himmel ragt, den 'schwierigsten Normalweg' auf einen italienischen Gipfel bewältigen. Wanderer lernen bei Bergtouren das karge Reich der Hirten kennen, und sie können sich von einem Ortskenner zu einem von Überraschungen geprägten Abstieg von der felsigen Steilküste zum Meer begleiten lassen - mit der Durchquerung einer faszinierenden Tropfsteinhöhle. 

Im Herzen Sardiniens

3sat, Montag, 12.04., 16:00 - 16:45 Uhr

Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, ist eine mysteriöse und bezaubernde Insel, deren Einwohner noch heute zwei alte romanische Sprachen sprechen und wo zur Weihnachtszeit Mandelbäume blühen. Dort werden Traditionen gelebt und gepflegt. Der Prototyp eines Sarden ist auch heute noch der Hirte, der seine Herde über karge und unwegsame Weideflächen führt und so seinen Teil zur Produktion des beliebten Pecorino-Käses beiträgt. Hirten waren wohl auch die Erfinder der ersten Musikinstrumente, beispielsweise des 'trimpanu', das so hohe Töne erzeugt, dass Tiere scheuen. Von den Tälern des Campidano bis zu den Granitspitzen in Gallura und den Korkeichenwäldern bei Tempio Pausania kann man sogar Spuren der Urkultur finden: 7.000 Nuraghen, wie die kegelförmigen Wohntürme der Bonnanaro-Kultur heißen, erinnern an die sardische Jungstein- und Bronzezeit. Dazu passt auch die archaisch anmutende Musik der 'Tenores' von Bonnanaro, die heute noch von einfachen Bauern mit durchdringenden Stimmen a cappella gesungen wird. Der Film von Gino Cadeggianini stellt Sardinien vor. 




 Bereits ausgestrahlte Beiträge sowie Kinofilme mit Bezug zu Sardinien:


Auf Sardinien: Anthony Bourdain - Eine Frage des Geschmacks

DMAX, Sonntag, 07.03.2010, 23:20 - 00:20 Uhr

Anthony Bourdain ist Koch, Schriftsteller und Restaurantinhaber in New York. Seine Veröffentlichungen sind keine Kochbücher, sondern Kriminalromane und Tatsachenberichte, die jedoch meistens mit der Gastro-Szene zu tun haben. Im amerikanischen Fernsehen hat er eine eigen Serie.

Zum Entrée Pecorino, Speck und Würste, anschließend Ravioli, gefüllt mit Ricotta und wildem Fenchel. Als Hauptgang folgt knuspriger, goldbrauner Ziegenbraten. Und zum Dessert gibt's gegrillten Käse mit handgemachtem Honig. Anthony Bourdain wird bei seinem Besuch auf Sardinien fürstlich verwöhnt. Was nicht überrascht, denn erstens hat die Insel, gut sechs Stunden Schiffsreise vom Festland entfernt, kulinarisch einiges zu bieten, und zweitens besucht der Feinschmecker hier entfernte Verwandte. Die Vorfahren seiner Frau Ottavia, die Anthony auf dieser Reise begleitet, stammen nämlich aus Sardinien. Trotz südländischer Gelassenheit sind die Bewohner des felsigen Mittelmeer-Eilands in einem Punkt eher halsstarrig: Sardinien ist nicht Italien! Die stolzen Sarden haben nämlich nicht nur eine eigene Sprache, sondern auch eine eigene Kultur. Im Grunde eigentlich alles, was man an Italien besonders schätzt, nur ein wenig intensiver.

Kochgeschichten Sardinien

3sat, Mittwoch, 23.12.2009, 13:15 - 14:00 Uhr

Auf Sardinien gibt es die Küstengebiete mit beliebten touristischen Stränden und schroffe Gebirge im Inneren. Diese wilde und waldige Gegend im Herzen der Mittelmeerinsel heißt Barbagia. Die Schafe der Hirten geben die Milch für den typischen Käse, der für Einheimische zu jeder Mahlzeit gehört. Die Schweine, eine Kreuzung aus Wild- und Hausschwein, liefern würzigen Schinken, Speck und Wurst. Kleine Ristoranti und Trattorien servieren sardische Spezialitäten aus den Produkten dieser Region. So auch die kleine Küche von Signora Anna Maria Mele im Bergdorf Teti: Zu den zahlreichen Vorspeisen in der 'Osteria d'Oasi' passt das runde Fladenbrot 'pane carasau'  oder dessen hauchdünne Version, das Notenblatt 'carta da musica' - alles hausgemacht. Vor dem Hauptgericht mit Fleisch gibt es Pasta, zum Beispiel 'maccarone' mit Frischkäse, gewürzt mit Nuss- oder Tomatensoße. Beim Mittagessen 'alla sarda' gehört am Ende selbst hergestellter Weich- oder Hartkäse dazu. Als Süßspeise folgt oft 'Sebada'. Das sind Teigtaschen, gefüllt mit säuerlichem Frischkäse und feinen Zitronenschalen, in Öl gebacken, verfeinert mit dem inseltypischen herb-bitteren Wildhonig aus den Blüten des Erdbeerbaums. Neben der ländlichen Küche stehen an der Küste Gerichte mit Meeresfrüchten auf der Karte. Christiano Putzolu serviert frische Schätze aus dem Meer. Sein Ristorante 'da Lucio' liegt am Golf von Oristano, in dem kleinen Fischerhafen Marccedi. Tintenfische, Meeräschen, Arselle - Muscheln, die dort durch das Meer eine besondere Farbe haben - werden täglich fangfrisch zubereitet. Und was wäre die sardische Küche ohne Wein?

Martin Lippl stellt in seinem Film die sardische Küche und die sardischen Weine vor.   

Spezialitäten aus Sardinien (Abenteuer Leben - täglich Wissen)

Kabel1, Dienstag, 22.12.2009, 18:00 - 19:10 Uhr

Der 37-jährige Giulio Raga, gebürtiger Kölner, ist Sohn eines sardischen Emigranten. Aufgewachsen auf Sardinien, kam er mit elf Jahren nach Deutschland. 'Abenteuer Leben - täglich Wissen' heftet sich an die Fersen des Sardinien-Spezialisten und begleitet ihn auf der Suche nach neuen Produkten. Das Besondere: Giulio ist als Sarde 'einer von ihnen', er ist immer mittendrin - beim Brotbacken, beim Melken der Schafe oder beim Zubereiten von Lammspezialitäten für ein Dorffest ...

Zu Tisch ... auf Sardinien

In Sardafits Gärten gibt es Allerlei zu ernten.arte, Sonntag, 13.08.09, 16:45 Uhr (40 Minuten)

Aurelia Tegas steht im Mittelpunkt dieser Folge der Reihe "Zu Tisch ... ". Vorgestellt wird ihre bodenständige sardische Küche, die in erster Linie Produkte verarbeitet, die die Familie selber anbaut. Vom Trocknen und Einkochen der Tomaten bis zur Herstellung von Pane Carasau, dem typischen sardischen Fladenbrot, wird alles selber gemacht.

Der Sohn liefert Fleisch, Milch und Käse von eigenen Schafen und Ziegen, Obst und Gemüse wächst in den eigenen Gärten der Familie. Gezeigt wird die Zubereitung von Gerichten wie "Culurgions" (Teigtaschen mit würziger Füllung aus Pellkartoffeln und Käse) oder "Pardulas" - Teignester mit süßer Frischkäsefüllung.

"Frauen lieben anders als Männer"

"Alle Anderen" - ein Film von Maren Ade ab 18. Juni 2009 im Kino

"Frauen lieben anders als Männer" - selbst solche Plattitüden läßt Maren Ade erst noch durch ihre Filme wandern und bringt somit unaufgeregte, aber sehr sehenswerte Bilder ins Kino.

Erst recht, wenn diese Bilder zu großen Teilen in Sardinien gedreht wurden. Eigentlich ein Allerweltsthema - ein Paar knapp über dreißig reist nach Sardinien. Dort lernt man ein anderes Paar kennen - ein wenig moderner, ein wenig cooler, ein wenig besser drauf. Und damit fangen die Probleme an, Prpbleme in einer Beziehung, Probleme mit Gefühlen und dem dazu-stehen.

Sicher sehenswertes Kino; drei Auszeichnungen auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin und weitere Festivalteilnahmen in Buenos Aires, Linz und Bozen sprechen eine deutliche Sprache. Und in der vorletzten Aprilwoche erhielt Maren Ade den mit 25.000 € dotierten Internationalen Filmpreis für Spielfilmregisseurinnen auf einem Festival in Dortmund / Köln.




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